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Die Nacht

Neue Alben Tori Amos und Le Ren spenden Trost mit ihren neuen Songs

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Tori Amos verarbeitet auf ihrem 16. Studioalbum die vergangenen Jahren und Le Ren legt ein überzeugendes Debütalbum vor. Eva Garthe und Harald Mönkedieck mit den Neuerscheinungen der Woche.

1 Der Blick von Tori Amos geht nach vorne

Porträt der Musikerin Tori Amos
Tori Amos verarbeitet den Tod ihrer Mutter und die Pandemie in ihren Songs. Bild: Desmond Murray

Seit Anfang der Neunziger zählt die US-amerikanische Songschreiberin Tori Amos, die in Cornwall lebt, zu den individuellsten Musikerinnen der Popwelt. Ihre Songs verknüpfen Persönliches immer wieder mit gesellschaftspolitischer Meinung und einer rebellischen Haltung. Damt ist sie vor allem für ihr großes weibliches Publikum zum Idol geworden – und zu einem Vorbild für authentische Weiblichkeit in einer vielschichtigen Welt. Mit "Ocean to Ocean" erscheint nun ein neues Studioalbum von Tori Amos.

Wie klingt's?

Tori Amos macht auf ihrem 16. Studiowerk deutlich: Sie macht weiter Musik aus betont weiblicher Perspektive. Der emotionale Hintergrund ist einerseits die Trauer über den Verlust der eigenen Mutter, andererseits das Leiden an der Pandemie, in den nicht enden wollenden Lockdowns, daheim in Cornwall. Tori Amos hatte schon immer die Fähigkeit, ihre schonungslos ehrlichen Texte von Stolz und Verletzbarkeit mit attraktiven Pop-Hooks zu versehen. So auch auf dem neuen Album "Ocean to Ocean". Allerdings sind die sehr elaboriert gestalteten Schichten der musikalischen Arrangements als Ganzes etwas zu viel des Guten. Das Album klingt üppig von vorne bis hinten. Melodische Attraktivität ist immer wieder dabei, ein gewisser Anstrengungseffekt beim Zuhören ebenso. Tori Amos spielt immer noch schön Klavier, doch das ist nur Teil eines viel größeren Ganzen.

Warum hören?

Tori-Amos-Fans wird es gefallen, dieses dynamische neue Album mit Song-Kommentaren zu persönlichen Zuständen und universellen Einsichten. Es sind Songs, geschrieben in dunkler und verlustreicher Zeit. Am Ende steht aber die Zuversicht und eine weibliche Selbststärkung, die typisch für Amos ist. Der Blick geht nach vorn – und der Weg ist das Ziel.

Tori Amos: "Ocean to Ocean"

Mit ihren Songs wurde sie vor allem für ein großes weibliches Publikumm zum Idol. Jetzt erscheint mit "Ocean To Ocean" ein neues Studioalbum von Tori Amos.

Albumcover Tori Amos "Ocean to ocean"
Bild: UMI / Deutsche Grammophon
Bild: UMI / Deutsche Grammophon

2 Persönliche und hoffnungsvolle Songs von Le Ren

Porträt der Musikerin Le Ren in weißem Kleid vor einem Felsen
Le Ren legt mit "Leftovers" ihr Debütalbum vor. Bild: Le Ren

Die Sängerin und Songschreiberin Le Ren kommt von Bowen Island, einer winzigen Insel im Pazifik, die vor Vancouver gelegen ist, an der Westküste Kanadas. Heute lebt sie jedoch in Montreal. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie die EP "Morning and Melancholia", eine "Meditation über das Trauern". Darauf verarbeitete Le Ren den Unfalltod ihres Ex-Freundes. Jetzt hat sie ihr Debütalbum "Leftovers" veröffentlicht.

Wie klingt's?

Die meisten Songs auf "Leftovers" sind melancholische Folk-Balladen. Karg instrumentiert, kommen sie mit Stimme und Akustikgitarre aus. Nur einige wenige Stücke wie "Who’s Going to Hold Me Next?" oder "Was I Not Enough?" bewegen sich mit Sprengseln von Banjo, Pedal Steel und Geige in Richtung Country. Im Vordergrund steht aber immer Le Rens Gesang. Ähnlich wie Laura Marling, hat sie etwas Starkes, Anmutiges in ihrer Stimme.

Warum hören?

Auch wenn die Kanadierin Lauren Spears aka Le Ren ihr Debütalbum "Leftovers" genannt hat, so ist es mitnichten eine Sammlung von musikalischen Überbleibseln. Vielmehr ist das Album eine Sammlung von Erinnerungen: Hinterlassenschaften von Menschen, Begebenheiten und Gefühlen aus ihrer Vergangenheit, die ihr bis heute wichtig sind. In zehn sehr persönlichen Songs erforscht Le Ren verschiedene Formen der Vertrautheit und Liebe und entlässt die Zuhörerinnen und Zuhörer am Ende mit einem hoffnungsfrohen und wohlwollenden Blick auf das eigene Leben.

Le Ren: "Leftovers"

Die kanadische Sängerin und Songschreiberin Le Ren veröffentlicht mit "Leftovers" ihren ersten Longplayer auf dem vor allem ihr Gesang im Vordergrund steht.

Albumcover von Le Ren "Leftovers"
Bild: Secretly Canadian
Bild: Secretly Canadian

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 28. Oktober 2021, 15:40 Uhr