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Der Morgen mit Tom Grote

Neue Alben Jade Bird mit harten Gitarrenriffs und sanften Songs

Autoren

Jade Bird singt über die Liebe und neue Wege, "Toad the Wet Sprocket" schauen hoffnungsvoll in die Zukunft und Teitur singt auf Färöisch. Eva Garthe, Christine Heuck und Till Lorenzen stellen unsere Alben der Woche vor.

1 Jade Bird mit krachendem Sound und klarer Sprache

Jade Bird bei einem Liveauftritt 2019 (Archivbild)
Die britische Folkmusikerin Jade Bird. Bild: DPA | Photoshot/Justin Ng

Die britische Folkmusikerin Jade Bird hat an der renommierten "Brit School", weiterführende Schule für darstellende Künste und Technologie, studiert. 2019 erschien ihr Debütalbum. Inzwischen hat die 23-Jährige eine neue Heimat in Austin im US-Bundesstaat Texas gefunden. Seit zwei Jahren ist sie Teil einer Community US-amerikanischer Songwriterinnen und Songwriter – wie zum Beispiel Jason Isbell, Sheryl Crow und Brandi Carlile. Es ist wie eine neue Familie, die sie auch musikalisch geprägt hat.

Wie klingt's?

Jade Bird klingt auf ihrem neuen Album "Different kinds of light" weiter entfernt vom klassischen Folk, als es noch auf dem Debütalbum 2019 der Fall war. Sie sagt es selbst: Die neue Musik sei inspiriert von Iggy Pop, Fleetwood Mac, Blur und Oasis. Der oftmals krachende Sound der Stücke spricht eine klare Sprache, aber das alles erscheint in einem viel bunteren, wärmeren Licht der Ruhe und Gelassenheit als noch auf ihrem ersten Album. Harte Gitarrenriffs und fordernde Vocals sowie sanfte Songs voller Zuneigung stehen nicht im Widerspruch zueinander. Alles hat hier seine Berechtigung. Wie der Albumname es sagt: "Different kinds of light".

Warum hören?

Dieses Album handelt vom sich Verlieben und davon, neue Wege zu gehen, um Vergangenes hinter sich zu lassen. Es sind 15 Songs, die sich einmal um die ganze Welt entwickelt haben: Angefangen in Japan, entfaltet in Mexiko, gefeilt und poliert um ihre Fans – und ganz sicher auch neue Hörer und Hörerinnen – zu begeistern.

Jade Bird: "Different Kinds of Light"

Das zweite Album "Different Kinds of Light" beschreibt Jade Birds ganz persönliche Reise der letzten Jahre. Die Songs haben eine lange Reise hinter sich.

Cover: Jade Bird, Different kinds of light, Glassnote/AWAL Recordings
Bild: Glassnote/AWAL Recordings
Bild: Glassnote/AWAL Recordings

2 "Toad the Wet Sprocket" nehmen noch mal Anlauf

Toad The Wet Sprocket
"Toad The Wet Sprocket". Der Name geht auf einen Sketch von Monty Python-Mitglied Eric Idle zurück. Bild: Toad The Wet Sprocket

"Kröte, der nasse Zahnkranz" – das ist schon ein ungewöhnlicher Bandname. Aber: 1986 hat sich eine kalifornische Band so genannt, natürlich auf Englisch: "Toad The Wet Sprocket". Der Name geht auf einen Sketch von Monty Python-Mitglied Eric Idle aus den Siebzigern zurück. Im Sketch erfindet er eine Band mit dem skurrilen Namen "Toad the Wet Sprocket", die gerade eine erfolgreiche Europa-Tournee hinter sich gebracht hätten. Der kalifornischen Rockband fehlte vor ihrer ersten Tournee Mitte der Achtziger noch ein guter Bandname. Sie haben sich an den Sketch erinnert und so wurde aus einer fiktiven Band eine echte und durchaus erfolgreiche. Die hat jetzt ihr elftes Album veröffentlicht.

Wie klingt's?

Die musikalische Formel von "Toad the Wet Sprocket" ist bewährt, auch auf ihrem elften Album setzen sie auf die klassische alternative Rock-Schule. Die Songs basieren auf eingängigen Gitarrenharmonien, die unaufdringlich, aber konsequent das Klangbild der Songs bestimmen. Bass und Schlagzeug konzentrieren sich auf das Wesentliche und begleiten präzise. An der ein oder anderen Stelle tauchen Streicher oder eine Orgel als klangliche Extras auf. Der Fokus liegt ganz klar auf Glen Philipps Gesang und seinen optimistischen Texten angesichts von turbulenten Zeiten.

Warum hören?

Sieben Jahre sind seit dem letzten Album vergangen. Der Titel "Starting Now" ist somit programmatisch zu verstehen. Es geht darum einen neuen Anlauf zu nehmen. Mit dem titelgebenden Stück "Starting Now" ist "Toad the Wet Sprocket" auch der stärkste Song des Albums gelungen: darin zeigt die Band Respekt vor den Hürden des Lebens, aber auch Zuversicht und entschlossenen Willen anzupacken. Am Ende stehen zwar keine klanglichen Überraschungen, aber zehn neue Songs von "Toad the Wet Sprocket" mit hoffnungsvoller Perspektive für die Zukunft: wir können in einer guten Welt leben, wenn wir uns bewegen, anstatt zu erstarren.

Toad the Wet Sprocket: "Starting Now"

Mit "Starting Now" hat "Toad the Wet Sprocke" ihr elftes Album herausgebracht – benannt haben sie sich übrigens nach einer fiktiven Band aus einem Monthy Python Sketch.

Cover: Toad The Wet Sprocket, Starting Now, SRG/ILS Group
Bild: SRG/ILS Group
Bild: SRG/ILS Group

3 Teitur mit neuen, meisterhaft arrangierten Songs

Teitur live (Archivbild)
Teitur ist einer der bekanntesten Singer/Songwriter der Farörer-Inseln. Bild: DPA | Ritzau Scanpix/Morten Kjaer

Die zu Dänemark gehörenden Färöe Inseln haben eine sehr lebendige Musikszene. Einer der bekanntesten Singer/Songwriter der Inselgruppe ist Teitur. Weil es in seiner Jugend auf dem exotischen Fleckchen Erde nicht so viel zu tun gab, begann Teitur Lassen mit 13 Jahren Musik zu machen und schrieb seine ersten eigenen Lieder. 2003 erschien sein Debütalbum, er tourte mit Aimee Mann oder auch Rufus Wainwright, hat als Produzent für Judith Holofernes und die französische Sängerin Nolwenn Leroy gearbeitet und gründete sein eigenes Plattenlabel. Darauf ist nun sein in Argentinien entstandenes neues Album "Cazador de ostras" erschienen.

Wie klingt's?

Das Album beginnt mit dem gut gelaunten, beschwingten, beinahe albernen "Your’re just like me". Darin mokiert Teitur sich selbstironisch darüber, wie sehr man heute dazu tendiert, sich ausschließlich mit Gleichgesinnten zu umgeben – ob auf sozialen Medien oder im "echten Leben". Von den zwölf Songs des Albums hat Teitur nur sechs auf Englisch gesungen, die anderen auf Färöisch. Das ist einerseits schade, weil man so die Songtexte nicht versteht, andererseits erhalten die auf Färöisch gesungenen Songs allein dadurch eine leicht geheimnisvolle, betörende Aura. So wird zum Beispiel bei "Streymurin er farin" diese Anmutung durch das kunstvolle Kammerpop-Arrangement mit Streichern, Flöten und Harfe noch verstärkt.

Warum hören?

In seiner mittlerweile zwanzigjährigen Karriere hat Teitur immer wieder auch mit klassischen Ensembles, mit Chören und mit gefeierten Bühnen- oder Filmkomponisten zusammengearbeitet. Das zahlt sich jetzt aus. Die Songs auf "Cazador de Ostras" sind durchweg meisterhaft arrangiert.

Teitur: "Cazador de ostras"

Teitur ist der bekanntesten Singer/Songwriter von den Färöer Inseln mit einer 20-jährigen Karriere. Jetzt erscheint sein neues Album.

Cover: Teitur, Cazador de ostras, Arlo and Betty Recordings
Bild: Arlo and Betty Recordings
Bild: Arlo and Betty Recordings

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 8. April, 15:40 Uhr