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Der Morgen mit Tom Grote

Neue Alben Poppig, traditionell, elektronisch: "Ganes" mit Songs zum Dahingleiten

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Sphärischer Gesang von "Ganes" aus Südtirol und eingängiger Soul-Pop von Jake Bugg: Eva Garthe und Till Lorenzen stellen die Alben der Woche vor.

1 "Ganes" mit Songs zum Dahingleiten

Die Band Ganes
Das Trio "Ganes" bleibt sich treu und singt auf dem sechsten Album auf Ladinisch. Bild: Christoph Jorda

Das Wort "Ganes" ist aus der ladinischen Mythologie abgeleitet und bedeutet so viel wie Wassernixen oder Feen. Um diese Wesen, die auch singen und in der Nähe von Quellen und Bächen in Südtirol anzutreffen sind, ranken sich viele Legenden. Nach diesen Wassernixen hat sich die Band benannt. Das Trio stammt aus La Val, einem kleinen Ort in Südtirol, wo die beiden Schwestern Marlene und Elisabeth Schuen 2010 "Ganes" gegründet haben. Sie singen in ihrer Muttersprache – Ladinisch. Jetzt ist ihr sechstes Album namens "Or Brüm" erschienen.

Wie klingt's?

Die meisten der neuen Songs sind ruhig, sphärisch und märchenhaft. "Or Brüm" ist ladinisch und bedeutet: "Blaues Gold". Gemeint ist damit klares Wasser – das zentrale Thema des neuen Albums, das das Trio facettenreich umsetzt. Es geht von Odysseus' Begegnung mit den Sirenen bei seiner Irrfahrt über das Meer bis hin zur "Tartaruga de Plastica", einer Schildkröte, die so viel Plastik gefressen hat, dass sie selbst schon fast ganz aus Plastik ist. Die Melodien sind abwechslungsreich: mal poppig, mal fast traditionell, mal elektronisch. Dazu kommt der mehrstimmige, federleicht klingende Gesang des Trios.

Warum hören?

"Or Brüm" von Ganes ist ein fließendes Album geworden, mit schnellen und sphärischen Stücken, die geschickt ineinander übergehen: 14 Songs zum Dahingleiten.

Ganes: "Or Brüm"

Ganes, benannt nach Wassernixen in Südtirol, haben ihr sechstes Album veröffentlicht. Auch auf diesem singen sie in ihrer Muttersprache Ladinisch.

Cover: Ganes, Or Brüm, Capriola
Ganes, Or Brüm, Capriola Bild: Christoph Jorda
Bild: Christoph Jorda

2 Eingängiger Retro-Soul von Jake Bugg

Jake Bugg live auf der Bühne (Archivbild)
Der Sound von Jake Bugg hat sich seit seinem Debüt im Jahr 2012 gewandelt. Bild: DPA | Photoshot

Als Jake Bugg 2012 mit gerade mal 18 Jahren sein Debütalbum veröffentlichte, galt er als Wunderkind und wurde von der Musikpresse als "neuer Bob Dylan" gepriesen. Das ist schon eine ganze Weile her, und auch sein letztes Album ist bereits vor vier Jahren erschienen. Aber jetzt hat der Brite etwas Neues veröffentlicht: "Saturday night, Sunday morning" heißt sein fünfter Longplayer.

Wie klingt's?

An den Erfolg seiner ersten beiden Folkrock-Alben konnte Jake Bugg nicht wieder anknüpfen. Wohl auch darum klingt sein neues, mittlerweile fünftes Album deutlich anders. "Saturday Night, Sunday Morning" orientiert sich statt an Dylan oder Donovan vielmehr an aktuellem Chart-Pop. Verantwortlich dafür sind wohl vor allem die professionellen Hit-Songwriter, die er engagiert hat. Und so dominieren statt Gitarren jetzt Synthesizer und Elektrobeats. Der Opener "All I Need" ist extrem eingängig und klingt mit seinem austauschbaren Retro-Soul-Gewand so, als sei er speziell daraufhin produziert, eine hohe Chartposition zu erreichen.

Warum hören?

Songs, die kunstvolle Melodien oder Jake Buggs Gitarrenspiel in den Vordergrund stellen, sind auf diesem Album leider unterrepräsentiert. Es steht jedoch außer Frage, dass das Album aufgrund seiner Eingängigkeit und zeitgemäßen Produktion ein Erfolg werden wird. Während sein bisheriger Retro-Sound eher ältere Semester ansprach, wird Jake Bugg mit "Saturday Night, Sunday Morning" wahrscheinlich erstmals Hörer erreichen, die jünger als er selbst sind. Und vielleicht entdecken die dann ja sogar seine wunderbaren ersten Alben von vor zehn Jahren.

Jake Bugg: "Saturday Night, Sunday Morning"

Jake Bugg galt als Wunderkind und "neuer Bob Dylan". Jetzt hat er seinen fünften Longplayer veröffentlicht.

Cover: Jake Bugg, Saturday night, Sunday morning, SMI/RCA
Jake Bugg, Saturday night, Sunday morning, SMI/RCA Bild: SMI/RCA
Bild: SMI/RCA

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 27. August, 8:20 Uhr