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Die Nacht

Neue Alben John Mayer mit Retro-Sound aus den Achtzigern

Autoren

Jackson Browne singt über das Alter, die "Barenaked Ladies" wechseln zwischen komplett unterschiedlichen Stilen und John Mayer lässt die achtziger Jahre aufleben. Die Musiktipps der Woche, vorgestellt von Eva Garthe, Till Lorenzen und Harald Mönkedieck.

1 Jackson Browne bleibt sich treu

Porträt von Jackson Browne
Das Alter ist ein Thema, mit dem sich Jackson Browne auf seinem neuen Album beschäftigt. Bild: Jackson Browne

Jackson Browne gehört zu den großen Songwriter der letzten 50 Jahre. Seit einem halben Jahrhundert schreibt der Mann aus Los Angeles Songs, die introvertierte Themen mit einem scharfen und kritischen Blick auf die politische Welt zusammenbringen. Gerade ist sein neues Album "Downhill from everywhere" erschienen.

Wie klingt's?

Mit 72 Jahren und nach überstandener Covid-Erkrankung, ist das Alter eines der Themen auf diesem musikalisch soliden und inhaltlich vielschichtigen Album. Jackson Browne war noch nie ein Humorist, und so bleibt er seinem bewährten Tonfall treu: mal melancholisch, mal anklagend. Er thematisiert nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Zukunft des Planeten, wie im Titelsong "Downhill from everywhere", in dem der die Verschmutzung der Meere anprangert.

Warum hören?

Im Jahr 2021 kommt von Jackson Browne kein neuer Sound, sondern längst Bewährtes. "Downhill from everywhere" ist ein hörenswertes Kapitel in der langen Jackson Browne-Saga. Für alte Fans und solche, die es noch werden wollen.

Jackson Browne: "Downhill From Everywhere"

Mit "Downhill From Everywhere" erscheint seit sieben Jahren das erste Album mit neuen Songs von Jackson Browne.

CD-Cover von Jackson Browne "Downhill from everywhere"
Bild: Ada (Warner)
Bild: Ada (Warner)

2 Die "Barenaked Ladies" mit einer Reise durch den Gefühlskatalog

Porträt der Gruppe Barenaked Ladies
Die "Barenaked Ladies" beweisen mit ihrem neuen Album "Detour de force", dass sie versierte und vielseitige Musiker sind. Bild: Raisin' Music


Die "Barenaked Ladies" aus Kanada sind musikalisches Überraschungspaket – die Band bedient sich an Western- und Countrymusik genauso wie an fettem Stadionrock, sanftem Pop oder hibbeligem und aufgekratztem Gute-Laune-Party-Sound. Das hat ihnen schon viele Preise eingebracht. Insbesondere in ihrem Heimatland Kanada sind die Barenaked Ladies sehr beliebt. Ihr neues Album heißt "Detour de force"


Wie klingt's?

Für die "Barenaked Ladies" ist es ein Leichtes zwischen komplett unterschiedlichen Stilen zu wechseln. Songs zum Mitgrölen finden sich auf "Detour de force" genauso wie feine Balladen. Detaillierte und witzige Alltagsschilderungen machen gut die Hälfte der neuen Texte aus. Es ist nicht als Herabwürdigung gemeint, die Kanadier als Comedy-Band zu bezeichnen. Genauso haben sie aber ernsthaftere Texte über Naturschutz oder digitale Abhängigkeit geschrieben. Das Album ist eine Reise einmal quer durch den menschlichen Gefühlskatalog.

Warum hören?

Die "Barenaked Ladies" beweisen mit ihrem neuen Album "Detour de force", dass sie versierte und vielseitige Musiker sind. Ein wenig mehr klangliche Kohärenz wäre auf Albumlänge durchaus wünschenswert – aber so ist es halt mit dieser Band: Sie bleiben auch nach über 30 Jahren Bandgeschichte ihrem Prinzip "Wundertüte" treu.

Barenaked Ladies: "Detour de force"

Die Barenaked Ladies aus Kanada sind eine Art musikalisches Überraschungspaket und besonders in ihrem Heimatland Kanada sind sie sehr beliebt.

CD Cover von Barenaked Ladies "Detour de Force"
Bild: Raisin' Music
Bild: Raisin' Music

3 John Mayer mit dem Sound der Achtziger

John Mayer mit Gitarre auf der Bühne
John Mayer macht seit vilen Jahren Musik – mit durchschlagendem Erfolg. Bild: dpa | Chris Pizzello

John Mayer ist in den USA einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker der letzten zwanzig Jahre. Sieben Grammys hat er bereits gewonnen. Jetzt ist sein achtes Studioalbum namens "Sob Rock" erschienen.

Wie klingt's?

Der Titel "Sob Rock" – also "Rührseligkeits-Rock" – kommt erfrischend selbstironisch daher. Und: Klanglich imitiert John Mayer den achtziger Soft-Rock á la Toto oder Dire Straits perfekt. Von den watteweichen Synthi-Flächen, über die aalglatten Gitarrenmelodien, bis hin zu den geschmeidigen Background-Vocals: Es war John Mayers erklärtes Ziel, das Album klingen zu lassen, als habe es jemand 1988 aufgenommen, nie veröffentlicht – und als wäre es erst jetzt wieder aufgetaucht.

Warum hören?

Es ist wie immer mit John Mayer: an seinen Songs scheiden sich die Geister. Die einen finden, dass das Konzept der "Achtziger-Parodie" nicht aufgeht. Die anderen feiern ihn für seine Selbstironie, für das dick aufgetragene achtziger Jahre Pathos. Man kommt nicht daran vorbei: "Sob Rock" von John Mayer selbst anhören.

John Mayer: "Sob Rock"

John Mayer ist einer der kommerziell erfolgreichsten Musiker der vergangenen zwanzig Jahre. Jetzt ist sein achtes Studioalbum erschienen: "Sob Rock".

John Mayer mit Gitarre auf der Bühne
Bild: dpa | Chris Pizzello
Bild: dpa | Chris Pizzello

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 20. Juli 2021, 9:40 Uhr