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Die Nacht

Neue Alben Klaviermusik vom Feinsten und ein neues Meisterwerk von Damien Jurado

Autoren

Klaviermusik von Anton Rubinstein, gespielt von Schaghajegh Nosrati, und meisterhafte Songs voller Wärme von Damien Jurado. Unsere Musikredaktion hat die besten Alben der Woche ausgewählt; Simon Brauer und Wilfried Schaeper stellen sie vor.

1 Damien Jurado mit einem neuen Meisterwerk

Der amerikanische Singer-Songwriter 2016 auf einer Bühne in Norwegen (Archivbild)
"The Monster Who Hated Pennsylvania" heißt Damien Jurados neues Meisterwerk. Songs voller Wärme, sparsam instrumentiert. Bild: DPA | Citypress24

Der US-amerikanische Musiker Damien Jurado ist ein Phänomen: Kaum ein anderer Künstler, kaum eine andere Künstlerin veröffentlicht so regelmäßig und in so kurzen Abständen neue Alben, die dann alle auch noch außergewöhnlich hörenswert sind. Bei Jurado ist das schon seit über 25 Jahren der Fall. Sein neuestes Werk heißt "The Monster Who Hated Pennsylvania".

Wie klingt‘s?

Damien Jurado ist ein wahrer Meister darin, den üblichen Themen der Singer-Songwriter-Zunft einen neuen Dreh zu verpassen. Auf seinem neuen Album erzählt er in zehn Songs zehn Geschichten von Menschen, die fest entschlossen sind, sich trotz schwieriger Umstände nicht unterkriegen zu lassen.

Jurados neue Songs sind äußerst sparsam instrumentiert. Seine Herangehensweise lautete: dem Klang etwas hinzufügen, indem man etwas weglässt. Addition durch Reduktion. So ist oft nur eine Akustikgitarre zu hören. In einigen Stücken ist jedoch der Bass besonders auffällig. Er spielt viele kleine Melodien und erinnert gelegentlich an das melodiöse Bassspiel von Paul McCartney bei den Beatles.

Warum hören?

Hoffnung in den dunkelsten Stunden – darum geht es in den neuen Songs von Damien Jurado. Der 48jährige aus Seattle schafft es wieder einmal, ein rundum gelungenes Album abzuliefern. Jeder gespielte Ton, jede gesungene Silbe sitzt am richtigen Platz. Seine Geschichten sind alltäglich und rätselhaft zugleich, die Lieder zart, verspielt und immer voller Wärme. "The Monster Who Hated Pennsylvania" ist ein weiteres kleines Meisterwerk von Damien Jurado.

Damien Jurado: "The Monster Who Hated Pennsylvania"

Seit über 25 Jahren veröffentlicht Damien Jurado in kurzen Abständen immer wieder neue Alben – die alle außergewöhnlich hörenswert sind.

Audio vom 22. Mai 2021
Cover: Damien Jurado, Monster Who Hated Pennsylvania, Maraqopa Records (H
Bild: Maraqopa Records (H'Art)

2 Schaghajegh Nosrati spielt Klavierkonzerte von Anton Rubinstein

Schaghajegh Nosrati
Schaghajegh Nosrati hat zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zwei Klavierkonzerte von Anton Rubinstein aufgenommen. Eine CD, die Spaß macht, meint Wilfried Schäper. Bild: Irene Zandel

Auf ihrem neuen Album zeigt die in Bochum geborene Pianistin Schaghajegh Nosrati, dass sie auch eine Interpretin für die dicken Brocken des romantischen Repertoires ist. Zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin spielt sie zwei Konzerte von Anton Rubinstein, einem der großen Klavierlöwen des 19. Jahrhunderts.

Wie klingt‘s?

Der russische Virtuose und Komponist Anton Rubinstein war nicht nur Gründer des Petersburger Konservatoriums, sondern auch einer der größten Pianisten seiner Zeit und ein manisch produktiver Komponist. Fünf Klavierkonzerte hat er geschrieben – bis heute eher Stoff für Freaks und Kenner. Die Pianistin Schaghajegh Nosrati hat jetzt Rubinsteins Konzerte Nr. 2 und 4 aufgenommen. Die 32-jährige Virtuosin spielt sie ohne jede Kraftmeierei. Auch die technisch heikelsten Passagen klingen bei ihr elegant und musikalisch erfüllt. Nosrati findet einen ganz eigenen Zugang zu dieser Musik und legt auch Rubinsteins poetische Seite offen.

Warum hören?

Schaghajegh Nosrati spielt zusammen mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Róbert Farkas. Obwohl Anton Rubinsteins Klavierkonzerte alles andere als Standard-Repertoire sind, spielt sich auch das Orchester souverän und klanglich differenziert durch diese dichten Partituren. Schaghajegh Nosrati ist hier "prima inter pares" – eine hochmusikalische und uneitle Solistin. Sie wirft sich mit dem Orchester lustvoll die thematischen Bälle zu, kann aber auch kraftvoll zupacken, wenn nötig. Diese neue Aufnahme von Rubinsteins Klavierkonzerten macht einfach Spaß, denn besser kann man das kaum spielen.

Schaghajegh Nosrati: "Anton Rubinstein: Klavierkonzerte"

Diese Aufnahme von Rubinsteins Klavierkonzerten kann man kaum besser spielen. Anton Rubinstein hätte bestimmt gestaunt über seine Kollegin Schaghajegh Nosrati.

Audio vom 19. Mai 2021
Cover: Schaghajegh Nosrati: Anton Rubinstein: Klavierkonzerte Nr. 2 & 4,
Bild: CPO

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 19. Mai 2021, 14:35 h.