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Der Nachmittag mit Marius Zekri

Neue Alben Star-Oboist Albrecht Mayer vertont seine Liebe zu Mozart

Autoren

Will Stratton beweist, dass er mehr ist als ein introvertierter Songwriter; Albrecht Mayer widmet sich gemeinsam mit der Kammerphilharmonie Bremen Mozart und Maia Sharp erzählt auf ihrem neuen Album bewegende Geschichten. Unsere Musikredaktion hat die besten Alben der Woche ausgewählt: Till Lorenzen, Harald Mönkedieck und Wolfgang Stapelfeldt stellen sie vor.

1 Will Stratton singt über wichtige Fragen seiner Generation

Künstler Will Stratton
Der US-Amerikaner ist studierter Komponist. Bild: Bella Union

Singende Songwriter und Songwriterinnen haben in den letzten Jahren einen Boom erfahren. Der US-Amerikaner Will Stratton zum Beispiel: Er ist nicht nur ein flinker Gitarrist und kluger Kopf, sondern auch ein studierter Komponist, der Partituren für eigene Streicher- und Bläser-Arrangements schreiben kann. "The Changing Wilderness" heißt sein neues Album.

Wie klingt's?

Ihn als "Wolf im Schafspelz" zu bezeichnen, wäre sicherlich übertrieben. Doch wer in der sanften Stimme von Will Stratton nur ein introvertiertes Naturell wahrnimmt, der hört lediglich einen Teil des Ganzen. Denn beim Songwriter Will Stratton war nach den vielen sensiblen Songs bisheriger Alben ein grundlegendes Gefühl des Unbehagens entstanden. Leise klingt er zwar immer noch, der Mann aus dem US-Bundesstaat New York, doch seine Inhalte haben sich erweitert. Stratton singt jetzt auch über die Welt. Einiges ist geblieben im Sound von Will Stratton. Er konstruiert seine Songs aus alternativen Gitarrenstimmungen heraus, abseits des Herkömmlichen, so wie sein Idol Nick Drake es einst vor einem halben Jahrhundert tat.

Warum hören?

Man hört hier die junge alternative Generation aus den USA. Will Stratton ist in Sorge, wie viele Menschen seiner Generation. Er findet mit seiner Musik einen Weg, diese Grundhaltung mit klanglicher Schönheit zu verbinden und auszudrücken.

Will Stratton: "The Changing Wilderness"

Mit "The Changing Wilderness" unternimmt Will Stratton den mutigen Versuch, seine Musik lebensnah zu gestalten – mit leiser Stimme, fest entschlossen.

Cover: Will Stratton, The Changing Wilderness
Will Stratton: The Changing Wilderness Bild: Labels B Bella Union
Bild: Labels B Bella Union

2 Albrecht Mayer spielt Mozarts Oboenkonzert

Oboist Albrecht Mayer
Albrecht Mayer widmet sich mit seinem neuen Album Mozart. Bild: Decca | Ben Ealovega

"Meine Zeit für und mit Wolfgang Amadeus Mozart ist gekommen". Mit diesen Worten erklärt ein großer Musiker unserer Zeit die Entstehung seines neuen Albums. Gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen spielte Albrecht Meyer unter dem einfachen Titel "Mozart" Werke für Oboe und Orchester bei der Deutschen Grammophon ein. Doch so einfach wie der Titel ist das Ganze nicht.

Wie klingt's?

Diese Musik gehört zum Bekanntesten, was wir von Mozart kennen. In dieser Form ist sie uns allerdings neu, denn das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester wurde von Matthias Spindler und Albrecht Mayer für Oboe und Cembalo bearbeitet. Den mutigsten Schritt ging Mayer vielleicht mit dem ersten Stück, denn das gab es vorher noch gar nicht. Das Allegro in F-Dur ist nur fragmentarisch überliefert und sollte wohl den Anfang eines Oboenkonzerts bilden. Der Schweizer Komponist Gotthard Odermatt hat diesen Satz zu Ende komponiert.

Warum hören?

Albrecht Mayer wollte sich Mozart auf eine ganz persönliche Weise nähern. Dass ihm hierbei die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zur Seite stand, muss nicht überraschen: Das Orchester ist nicht nur für seine hohe musikalische Qualität bekannt, sondern auch für seine große Neugier. Beides wird hier wieder unter Beweis gestellt.

Albrecht Mayer und die Deutsche Kammerphilharmonie: "Mozart"

Gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen spielte Albrecht Meyer unter dem Titel "Mozart" Werke für Oboe und Orchester ein.

Cover: Albrecht Mayer und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Mozart
Albrecht Mayer und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Mozart Bild: Deutsche Grammophon (Universal Music)
Bild: Deutsche Grammophon (Universal Music)

3 Maia Sharp vertont bewegende Geschichten

Maia Sharp
Maia Sharp schrieb schon für Cher und Art Garfunkel. Bild: Sheryl Nields

Die Amerikanerin Maia Sharp ist eine fleißige und talentierte Songschreiberin. Wenn sie keine Lieder für eins ihrer eigenen Alben komponiert, dann arbeitet sie auch gern für andere und hat bereits Songs für Größen wie Cher oder Art Garfunkel geschrieben. Dabei kann sie auf viele Talente zurückgreifen: Maia Sharp spielt Klavier, Gitarre, Oboe und Saxophon – und sie hat Musiktheorie in Kalifornien studiert. 

Wie klingt's?

Maia Sharp ist eine profilierte Songwriterin, die sich im weiten Feld der Country-, Western- und Folkmusik auskennt und immer wieder Nuancen aus Jazz und Bluesrock mit einfließen lässt. Für "Mercy Rising" hat sie viele eher ruhige Songs geschrieben, die sich mit Hall und fern klingenden Gitarren viel Raum nehmen und Zeit lassen. Die Entstehungsgeschichte mancher Texte zeigt wie persönlich das Album tatsächlich geworden ist. Im Stück "Nice Girl" lautet die zentrale Zeile: "Eines Tages wirst du ein nettes Mädchen unglücklich machen". Diesen Satz habe Sharps Ex-Frau in einem Streit zu ihr gesagt, erzählte sie in einem Interview.

Warum hören?

Es sind traurige und bewegende Geschichten auf "Mercy Rising", aber kein einziges Mal drückt Maia Sharp dabei auf die Tränendrüse. Hier umarmt eine Musikerin ihre eigene Geschichte als unumgänglichen Teil von sich selbst und beweist dabei auf unaufdringliche Art, dass sie eine bewegende Texterin sein kann und schlichtweg eine hochtalentierte Songschreiberin.

Maia Sharp: "Mercy Rising"

Maia Sharp ist eine fleißige und talentierte Songschreiberin und greift auf viele Talente zurück. Ihr neues Album heißt: "Mercy Rising".

Cover: Maia Sharp, Mercy Rising
Maia Sharp: Mercy Rising Bild: Crooked Crown
Bild: Crooked Crown

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 10. April, 9:40 Uhr