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Neue Alben Imelda May zeigt ihre feinfühlige Seite

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Auf den Alben der Woche überzeugen Teenage Fanclub mit leichtfüßigem Pop und Irmelda May mit intimem Folk. Unsere Musikredakteure Till Lorenzen und Max Spallek stellen sie vor.

1 Imelda May schlägt ruhige Töne an

Imelda May singend auf einer Bühne.
Seit sie 16 ist, überzeugt Imelda May auf der Bühne ihr Publikum. Bild: DPA | empics | Matt Crossick

Seit sie 16 Jahre alt ist, steht die irische Musikerin Imelda May auf der Bühne. Von vornherein bewunderten ihre Fans zwei Dinge an ihr: ihre facettenreiche und beeindruckende Stimme und ihre Präsenz auf der Bühne. Sie ist eine Musikerin fürs Livegeschäft. Ihre rockige und wilde Musik passte immer dazu. Auf ihrem neuen Album "11 past the hour" schlägt sie auch Folk- und Singer/Songwriter-Klänge an.

Wie klingt's?

Imelda Mays neues Album ist eine klangliche Weiterentwicklung. Ihre frühen Werke waren vom Rockabilly-Sound geprägt, einer Spielart des Rock'n'Rolls. In einigen ihrer neuen Songs erkundet sie hingegen eher ruhige und intime Klänge. Nur mit Westerngitarrre begleitet, zeigt Imelda May im Duett mit ihrem Lebenspartner Niall McNamee, dass Intimität keine großen Gesten braucht. Auch wenn der Großteil der neuen Songs Imelda May von einer feinfühligen Seite zeigt, schlummert in ihr immer noch die Rockerin.

Warum hören?

Imelda Mays sechstes Album ist recht experimentierfreudig und nicht jedes Experiment ist gelungen. Ein paar Songs wirken leider als hätten sie sich auf dem Album verlaufen, die Mehrheit auf "11 past the hour" ist aber spannend und Imelda May zeigt sich ungekannt nahbar und emotional.

Imelda May: "11 past the hour"

Auf ihrem neuen Album beeindruckt die Irin Imelda May mit ihrer facettenreichen Stimme. Sie zeigt sich ungekannt nahbar und emotional.

Cover: Imelda May, 11 Past the Hour
Imelda May: 11 Past the Hour Bild: Decca (Universal Music)
Bild: Decca (Universal Music)

2 Teenage Fanclub: leichtfüßig poppig wie eh und je

Die Band "Teenage Fanclub" auf der Bühne.
Auch auf dem 11. Studioalbum von Teenage Fanclub kommt keine Langeweile auf. Bild: Imago | PA Images

Teenage Fanclub war schon immer eine Band, auf die man sich verlassen konnte. Die Band gründete sich 1989 in der Nähe von Glasgow. Seitdem haben die Schotten keine einzige Platte veröffentlicht, die ernsthaft enttäuscht hätte. Auch mit ihrem mittlerweile 11. Studioalbum "Endless arcade" ändert sich das nicht.

Wie klingt's?

Gleich der erste Song "Home" hat alles, was Teenage Fanclub in den letzten Jahrzehnten ausgemacht hat. Diese unwiderstehliche Schnörkellosigkeit der Gitarren-Arrangements und der fast schon beiläufige Harmoniegesang wirken so leichtfüßig poppig wie eh und je. Natürlich sind Vorbilder wie die Byrds oder Big Star erkennbar, trotzdem stagniert Teenage Fanclub nicht. Die emotionale Ausrichtung der Songs hat sich in den letzten Jahren verändert. Eine fast sanfte Melancholie hat die jugendliche Überschwänglichkeit zwar nicht gänzlich ersetzt, aber man hört schon mehr Alltagszweifel in den Texten und offensichtliche harmonische Brüche in den Songs.

Warum hören?

Auf "Endless arcade" erlauben sich die schottischen Musiker mehr Freiheiten. Die einzelnen Instrumente bewegen sich spielerisch miteinander, erreichen in manchen Momenten fast einen improvisierten Charakter. Teenage Fanclub bleiben auch auf ihrem elften Album souverän – ohne auch nur einmal zu langweilen.

Teenage Fanclub: "Endless Arcade"

Auf ihrem neuen Album "Endless Arcade" bleibt die Band souverän, ohne auch nur einmal zu langweilen. Gelebt wird der typisch kalifornische Sommersound.

Cover: Teenage Fanclub, Endless Arcade
Teenage Fanclub: Endless Arcade Bild: Pema (Rough Trade)
Bild: Pema (Rough Trade)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 26. April, 13:40 Uhr