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Der Samstagvormittag mit Julian Beyer

Neue Alben Tanzen mit Botticelli Baby und Überraschendes von den Tindersticks

Mitreißende Tanzmusik von Botticelli Baby, neue Songs von Tim Hart und Instrumententausch bei den Tindersticks: Unsere Musikredaktion hat die interessantesten Neuerscheinungen dieser Woche ausgewählt, unsere Autoren Julian Beyer, Simon Brauer und Till Lorenzen stellen sie vor.

1 Botticelly Baby mit berauschendem Sound

Die sechs Mitglieder der Band Botticelli Baby stehen zwischen Büschen.
Botticelly Baby mixen Jazz und Punk – zu "Junk". Zu hören auch auf dem neuen Album "Saft". Bild: Roof Music | Martin Hinse

Die siebenköpfige Band aus Essen gibt es seit acht Jahren. Sie selbst nennen ihre Musik "Junk" – eine Mischung aus Jazz und Punk. Über Jazz und Punk hinaus fließen aber weitere, unterschiedlichste Musikstile in ihren Sound ein. Dass diese wilde Mischung funktioniert, zeigen Botticelly Baby auf ihrem neuen Album "Saft".

Wie klingt's?

Mit dem neuen Album verströmt die Band Konzert-Energie: Mit fordernden Rhythmen und animierenden Grooves erreicht Botticelly Baby beim Hören schnell den ganzen Körper. Die Musik ist berauschend. Die Songs selbst sind im Vergleich zu den Vorgänger-Alben melodischer. Sänger Marlon Bösherz stellt fest, das "Saft" feiner arrangiert ist.

Warum hören?

"Saft" ist ein mitreißendes Album zum Tanzen geworden. Botticelli Baby verbindet hier Jazz, Blues, Disco und sogar ein bisschen Techno. Die Musik der Essener Band hat Konzertcharakter, egal wo sie gespielt wird, ob in einer Bar mit Teppichboden, in einer Kneipe oder zu Hause.

Botticelli Baby: "Saft"

Mit ihrem neuen Album "Saft" verströmt die Essener Band "Botticelli Baby" Konzertenergie mit berauschender Musik.

Audio vom 16. Februar 2021
CD-Cover: Botticelli Baby, Saft
Botticelli Baby: Saft Bild: Unique


2 Tim Hart mit einem "Siegerblatt"

Tim Hart
"Winning Hand" - "Siegerblatt" – heißt das neue Album von Tim Hart. Bild: Jon Hart


Wenn man ins Studio geht und Musik aufnimmt, dann soll das Spaß machen und sich möglichst nicht nach Arbeit anfühlen. Das ist die Überzeugung des australischen Musikers Tim Hart. In den letzten zehn Jahren hat er sicherlich das ein oder andere Mal Spaß im Studio gehabt: Tim Hart ist nämlich Schlagzeuger bei der Indie-Folk-Band Boy & Bear mit der er mehrere erfolgreiche Alben veröffentlicht hat und weltweit getourt ist. Anscheinend ist er mit dieser Band aber noch nicht voll ausgelastet, denn mit "Winning Hand" veröffentlicht er zusätzlich sein bereits drittes Solo-Album.

Wie klingt's?

Die neuen Songs von Tim Hart sind entstanden, als er mit seiner Band Boy & Bear weltweit auf Tour war. Viele der Erlebnisse und Eindrücke hat Hart in neue Songs verwandelt. Aber auch, dass er Vater geworden ist, spielt in seinen Songtexten eine Rolle. Diese persönlichen Geschichten prägen Stücke wie "Cold Comfort" mit verspielten Trompeten und aufmischenden Streichern.

Warum hören?

Auch die ruhigen Nummern wie "Without You" haben eine hohe Intensität und das Album wird seinem Namen gerecht. Als "Winning Hand" bezeichnet man das Siegerblatt beim Poker. Tim Harts drittes Solo-Album "Winning Hand" ist so ein Siegerblatt.

Tim Hart: "Winning Hand"

Mit "Winning Hand" veröffentlicht Tim Hart – eigentlich Schlagzeuger bei der Band Boy & Bear – sein bereits drittes Solo-Album.

Audio vom 18. Februar 2021
CD-Cover: Tim Hart
Tim Hart: Winning Hand Bild: Warner Music

3 Melancholische Melodien von den Tindersticks

Tindersticks bei einem Auftritt (Archivbild).
Gut gekleidet, gut frisiert: die Tindersticks. Für ihr neues Album "Distinction" haben sie die Instrumente getauscht. Bild: DPA | Jazzarchiv/Isabel Schiffler

1991 gründeten sich im britischen Nottingham die Tindersticks. Immer gut gekleidet, gut frisiert und immer gut für eine melancholische Melodie bildeten sie die elegante Gegenbewegung zu Bands wie Nirvana oder Oasis, die mit ihrem schnodderigen und lauten Sound gerade die Welt eroberten.

Wie klingt's?

Damit es 30 Jahre nach Bandgründung nicht langweilig wird, wurden auf "Distractions" einfach mal Instrumente getauscht. Was Schlagzeuger Earl Harvin auf dem Synthesizer spielt, das gehöre für ihn zu den besten Stellen des gesamten Albums, erzählt Sänger und Songschreiber Stuart Staples. Bassist Dan McKinna versuchte sich am Klavier. Dem typischen Tindersticks-Sound mit melancholischen und schweren Melodien bleibt die Band aus Nottingham aber trotz Instrumententauschs treu.

Warum hören?

Neben den eigenen Stücken der Tindersticks haben es auch drei Coversongs auf das Album geschafft, darunter "A Man Needs A Maid" von Neil Young. Den wollte Stuart Staples schon seit zehn Jahren aufnehmen, war aber bisher nie zufrieden mit den Versionen seiner Tindersticks. Nun ist er es. Dazu kommen Klavierballaden, Klangexperimente und düster-romantische Popsongs. Mit "Distractions" ist den Tindersticks wieder einmal ein überraschendes und hörenswertes Album gelungen.

Tindersticks: "Distractions"

Die Tindersticks sind immer gut für eine melancholische Melodie. Mit "Distractions" erscheint das mittlerweile 13. Studioalbum der Band.

Audio vom 19. Februar 2021
Cover: Tindersticks, Distractions, City Slang (Rough Trade)
Bild: City Slang (Rough Trade)

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Tag, 16. Februar 2021, 14:35 Uhr