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Die Nacht

Neue Alben Von Rocklegenden und jazzigen Trompeten-Lyrikern

Unsere Musikredaktion hat die zwei vielversprechendsten Neuerscheinungen der Woche ausgewählt und unser Autor Harald Mönkedieck stellt sie vor. Das Colin Steele Quartet und Bruce Springsteen nehmen uns mit in die Vergangenheit — mit einer jazzigen Hommage an ein Idol und mit inspirierenden Songs in Erinnerung an einen toten Freund.

1 Colin Steele Quartet mit einer Hommage an Joni Mitchell

Colin Steele
"Joni" vom Colin Steele Quartet ist eine liebevolle Hommage aus der Jazzwelt an ein Idol. Bild: Brian-Vass

Was im Jazz einst Songwriter-Größen wie Gershwin oder Cole Porter waren, sind heute nicht selten Namen wie Sting, Paul Simon – und vor allem: Joni Mitchell. Die Grande Dame des zeitgenössischen Songwriting hat unzählige Fans, auch in der Jazzwelt. Ihre Songs sind immer wieder Stoff für neue Interpretationen. Jetzt hat sich der schottische Trompeter Colin Steele ans Werk gemacht. Das Ergebnis heißt schlicht "Joni", ist bei einem kleinen Hamburger Label erschienen und eine liebevolle Hommage an ein Idol.

Wie klingt's?

Der Trompeter Colin Steele ist in der Vergangenheit besonders durch Verbindungen von schottischer Folktradition mit Jazz in Erscheinung getreten. Sein gestopfter Trompeten-Ton – am klassischen Miles Davis-Sound der fünfziger Jahre geschult – ist die markanteste Stimme auf diesem Album. Die Arrangements stammen von Dave Milligan, dem Pianisten der Gruppe. Colin Steele selbst spielt in Phrasierung und Betonung wie ein Sänger. Sein Ansatz ist deutlich geprägt von Text-Bezügen und Melodie-Orientierung.

Warum hören?

Als Ganzes ist diese europäische Jazz-Hommage attraktiv und gelungen. Es ist ein Jazz-Album, das nicht mit klanglichem Überschwang daherkommt, sondern maßvoll und mit den reduzierten Mitteln einer rein akustischen Jazz-Combo. Man könnte sich auch etwas Wagemutigeres vorstellen, doch das ist nicht die Welt von Colin Steele. Er ist ein schottischer Trompeten-Lyriker par excellence.

Colin Steele Quartet: "Joni"

Joni Mitchell, die Grande Dame des zeitgenössischen Songwriting, hat unzählige Fans auch in der Jazzwelt. Ihre Songs sind immer wieder Stoff für neue Interpretationen. Jetzt hat sich der schottische Trompeter Colin Steele ans Werk gemacht. Das Ergebnis heißt schlicht "Joni".

Audio vom 20. Oktober 2020
CD-Cover: Joni
Colin Steele Quartet: Joni Bild: Marina / Indigo

2 Reise in die Vergangenheit mit Bruce Springsteen

Bruce Springsteen
Bruce Springsteen meldet sich zurück — mit seinem neuen Album "Letter To You". Bild: Sony Music | Rob DeMartin

Bruce Springsteen ist wieder da – dieses Mal wieder mit der altgedienten "E-Street-Band". Einige Wochen nach seinem 71. Geburtstag und drei Jahre nach der letzten gemeinsamen Tour, nach Autobiografie, Broadway-Show und einem Solo-Album präsentiert die US-amerikanische Rocklegende zwölf Songs auf dem neuen Album "Letter To You".

Wie klingt's?

Das Album ist eine persönliche Selbstreflexion, ein Blick in die Vergangenheit ausgelöst durch den Tod eines Freundes, mit dem Bruce Springsteen in den frühen Siebzigern auf der Bühne stand. Mit seiner "E-Street-Band" hat der Boss die Songs live eingespielt. Das heißt, alle Musiker standen zusammen im Studio. Der Klang ist donnernd. Zu den breiten Gitarrenwänden kommen Saxophon, Mundharmonika, Hammond-Orgel und Klavier.

Warum hören?

Bruce Springsteen schwört mit "Letter to you" auf die Gemeinschaft der Musiker, auf die Gemeinschaft als sinnstiftendes Pathos. Durch die Live-Aufnahme klingen die Songs lebendig und inspiriert. Es mag vielleicht ein richtiger Hit fehlen, aber langweilig wird es nicht.

Bruce Springsteen: Letter to You

Bruce Springsteen ist wieder da. Die US-amerikanische Rocklegende präsentiert zwölf Songs auf dem neuen Album "Letter To You".

Audio vom 23. Oktober 2020
CD-Cover: Letter To You
Bruce Springsteen: Letter To You Bild: Columbia / Sony Music Entertainment

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Vormittag, 20. Oktober 2020, 12:40 Uhr