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Der Tag mit Kristin Hunfeld

Doppelkonzert Sophie Tassignon/Anne Mette Iversens Ternion Quartet

Sophie Tassignon
Bild: Katrin Andrzejewski | Katrin Andrzejewski

Ein Doppelkonzert mit zwei Facetten des progressiven Jazz-/Crossover-Geschehens Berlins: Sophie Tassignon und Anne Mette Iversens Ternion Quartet sind zu Gast.

Die belgische Vokalistin Sophie Tassignon schlägt in ihrem kühnen Solo-Programm einen Bogen von schillernden Sound-Kaskaden über Dolly Partons "Jolene" bis zu Antonio Vivaldi. Anne Mette Iversen, Kontrabassistin aus Dänemark, folgt mit dem "Ternion Quartett" ihrem ganz persönlichen New-Jazz-Kompass. Gemeinsam ist ihnen – bei allen Kontrasten – ein offener Abenteuer-Geist und eine große Improvisationslust.

"Mysteries Unfold" hat Sophie Tassignon ihr aktuelles Solo-Album genannt. Die Mysterien offenbaren sich in Tracks verschiedenster Art. Manchmal singt die Brüsselerin, die einen Teil ihrer Kindheit in Deutschland verbracht hat, mit betörend klarer Stimme a cappella. Meist aber schafft sie per Loop-Station und mit weiteren Effekten Vokal-Szenarien, die hymnische Chor-Qualität entfalten. Tassignon lebt seit 2008 in Berlin. Die vielseitige Künstlerin, die sechs Sprachen spricht, war über die Jahre an einer Vielzahl an Projekten beteiligt: darunter das Jazz-Quartett "Azolia" und diverse Theaterproduktionen.

Viele kreative Erfahrungen

Anne Mette Iversen am Kontrabass
Bild: Anne Mette Iversen

Auch Anne Mette Iversen, die 2012 von New York nach Berlin kam, kann auf eine Vielzahl kreativer Erfahrungen verweisen. Sie stammt aus dem dänischen Aarhus. Zunächst studierte sie Klavier, konzentrierte sich im Anschluss aber auf den Bass – akustisch und elektrisch. 1998 ging sie in die Staaten. Rund 14 Jahre lang lebte sie in New York City. In dieser Zeit spielte sie mit zahlreichen Gruppen und reifte auch als Komponistin und Bandleaderin.

Seit 2001 leitet Anne Mette Iversen ein Quartett und ein Quintett. Das erste eigene Album erschien 2004. Seither ist sie konsequent ihren eigenen Weg gegangen. Im "Ternion Quartet" bilden Saxofonistin Silke Eberhard – Trägerin des jüngsten Jazzpreis Berlin – und der französische Posaunist Geoffrey De Masure das Bläsergespann. Drummer Roland Schneider ist ein Weggefährte aus den Jahren in Brooklyn.


Hinweis: das Konzert findet vorbehaltlich einer Lockerung der Corona-Maßnahmen für Veranstaltungen statt. Durchgeführt wird es nach allen Corona-bedingten Vorgaben und gemäß dem genehmigten Hygienekonzept für das Kulturzentrum Schlachthof.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Sounds, 8. Dezember 2020, 19:05 Uhr