Jazzfestival und -messe Jazzahead 2024

Boi Akih
Boi Akih Bild: Maerlijn Doomernik

40 Bands sind bei der diesjährigen "Jazzahead" für Showcase-Konzerte geladen. Alle Konzerte werden von Bremen Zwei aufgenommen und wir begleiten das Festival mit mehreren Sondersendungen live vor Ort. Die Niederlande sind Partnerland, außerdem beginnt eine auf drei Jahre angelegte Reihe namens "Jazz from Africa". Zudem zeigen natürlich viele weitere nationale wie internationale Bands ihr Können.

Shuteen Erdenebaatar
Shuteen Erdenebaatar Bild: Georg Stirnweiß

Es ist ein sehr hoher Frauenanteil im diesjährigen Programm der Jazzahead. Projektleiterin Sybille Kornitschky freut sich darüber. Dazu gehört beispielsweise die junge mongolische Pianistin Shuteen Erdenebaatar, die 2023 mit ihrem Quartett das Debutalbum "Rising Sun" veröffentlicht hat. Seit rund fünf Jahren wohnt sie in München und repräsentiert eine junge Generation, die wie selbstverständlich unterschiedliche Musiktraditionen ineinanderfließen lässt.

Jazz braucht Diversität. Es ist ein gutes Zeichen, dass fünf der deutschen Bands von Frauen geleitet werden.

Sibylle Kornitschky, Projektleiterin

Auch die Klarinettistin Rebecca Trescher gibt sich selbstbewusst als Bandleaderin und führt mit neuer Musik ihr Tentett auf die Bremer Showbühne. Die in Berlin lebende Musikerin Ganna wiederum wird ganz alleine mit Keyboards und Elektronik und ihrer facettenreichen Stimme die Musik ihrer ukrainischen Heimat präsentieren.

Partnerland Niederlande

Guy Salamon Group
Guy Salamon Group Bild: Karen van Gilst

Die Niederlande sind das Partnerland und auch hier heben die Macher und Macherinnen der Jazzahead den Gedanken der Diversität und politisch-gesellschaftlicher Teilhabe hervor. Der neue künstlerische Leiter Götz Bühler und Kornitschky betonen, dass Jazz schon immer eine politische Komponente gehabt habe. Die Diversität, Vielstimmigkeit und der multikulturelle Aspekt von Jazz seien wichtig und sollen gezielt hervorgehoben werden. Dafür stehen Gruppen wie Alessando Fongaro’s Pietre oder die Guy Salomon Group, die in niederländischen Städten beheimatet, aber international besetzt sind.

Jazzströmungen aus Afrika

Christine Kamau
Christine Kamau Bild: Gatehi Mwaniki

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch dieses Jahr wieder den Acts aus Übersee. Besonders die Reihe "Jazz from Africa" ist ein Schritt für mehr Sichtbarkeit der vielstimmigen Jazz-Strömungen aus Ländern wie Kenia, Nigeria oder dem Senegal. Die nigerianische Gruppe Afro4Band setzt auf Traditionen von legendären Afrobeat und Highlife-Künstlerin wie Fela Kuti oder Ebo Taylor, die kenianische Trompeterin Christine Kamau nennt sowohl den Amerikaner Miles Davis als auch den Südafrikaner Hugh Masekela als Einfluss. Entsprechend breit gestreut ist ihr Jazzverständnis.

Diverse Veranstaltungsorte: Congress Zentrum, Kulturzentrum Schlachthof und div. Clubs, Bars, Theater und Museen im Bremer Zentrum

Live von der Messe

Jeweils Freitag und Samstag von 19 Uhr bis Mitternacht sendet Bremen Zwei live aus dem mobilen Studio im Eventbus von Radio Bremen vom Messegelände aus dem Herzen des Festivals heraus. In den Sondersendungen wird live in die Konzertsäle geschaltet, bereits aufgenommene Konzerte sind als Mitschnitt zu erleben und viele der Protagonisten der Jazzahead 2024 kommen in Interviews zu Wort oder werden in Portraits vorgestellt.

Götz Bühler: Künstlerischer Berater der Jazzahead

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 2. April 2024, 08:55 Uhr

Bremen Zwei Livestream & aktuelle Sendung.

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