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Der Vormittag mit Britta Lumma

Ausstellung Luigi Colani und der Jugendstil

Zeichnung aus Ylem, URBI Schienenfahrzeug, 1971, Sammlung POPDOM
Luigi Colani schrieb mit seinen biomorphen Formen Design-Geschichte. Bild: Colani Design Germany GmbH

Eine ungewöhnliche Ausstellung: Kein Künstler, sondern ein Designer steht im Mittelpunkt. Der gebürtige Berliner Luigi Colani (1928-2019), gilt als Superstar der Selbstinszenierung und gehört zu den facettenreichsten Designerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts.

Bezugspunkte zum Paula-Modersohn-Becker-Museum gibt es vor allem zu dem Architekten des Museums Bernhard Hoetger, der sich – genauso wie Luigi Colani – nicht auf ein Gestaltungsfeld konzentrierte: Beide studierten Bildhauerei, beide waren Gestalter/Designer und beide waren vom Jugendstil begeistert. Während Bernhard Hoetger zur Blütezeit des Jugendstils um 1900 in Paris selbst Skulpturen in diesem Stil erschuf und auch später Elemente des Jugendstils in seinen Möbeln integrierte, forderte Luigi Colani ein halbes Jahrhundert später – im Jahr 1971 – die Renaissance des Jugendstils.

Die Ausstellung im Paula-Modersohn-Becker-Museum präsentiert Entwürfe und Design-Objekte von Luigi Colani aus den gesamten sechs Jahrzehnten seines Schaffens und stellt sie Jugendstil-Objekten aus dem Berliner Bröhan-Museum und Orginialen von Bernhard Hoetger aus der eigenen Sammlung gegenüber.

Ein Visionär

Zeichnung aus Ylem, Vorschlag eines elektronischen Kleinstadtfahrzeugs, 1971, Sammlung POPDOM
Als Inspirationsquelle diente Colani die Natur. Oft verband er seine Ideen und Konzepte mit den floralen und organischen Formen des Jugendstils. Bild: Colani Design Germany GmbH

Was neben der Vielfalt und Fülle an Designs von Colani in der Ausstellung überrascht, sind seine fortschrittlichen Zukunftsvisionen und seine Einstellung gegenüber der Natur. Denn Colani – bei aller Provokation, die er gern praktizierte – entwarf schon 1970 ein elektronisch angetriebenes Kleinstadtauto, prophezeite 1971 in einem Manifest den Tod des klassischen Automobils und berief sich bei all seinen Designs auf die Natur als seine oberste Inspirationsquelle. Aspekte wie Energieeffizienz, Aerodynamik und Benutzerfreundlichkeit standen für ihn immer im Fokus seines von ihm so genannten "Biodesigns".

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 10. Februar 2022, 06:55 Uhr