ARD Radiofeature Virtuelle Propaganda – Digitale Stimmungsmache im Wahlkampf

ARD Radiofeature Virtuelle Propaganda – Digitale Stimmungsmache im Wahlkampf

Im Superwahljahr 2021 rüsten alle Parteien digital auf und investieren große Summen in den virtuellen Wahlkampf. Zunehmend mischen auch internationale PR-Profis mit. Ihr Versprechen: über digitale Stimmungsmache Wahlsiege zu generieren.

Audio vom 20. August 2021
ARD Radiofeature: "Virtuelle Propaganda"
Bild: WDR | Imago/Max Kovalenko
Bild: WDR | Imago/Max Kovalenko

Informationen zum Audio

Im Superwahljahr 2021 rüsten alle Parteien digital auf und investieren große Summen in den virtuellen Wahlkampf. Zunehmend mischen auch internationale PR-Profis mit. Ihr Versprechen: über digitale Stimmungsmache Wahlsiege zu generieren. "Alle freiwilligen Bemühungen, Licht in den digitalen Wahlkampf zu bringen und ihn zu regulieren, sind weitgehend gescheitert", sagt Tobias Schmid, Direktor der Medienanstalt NRW. Dabei verlangen in einer aktuellen FORSA-Umfrage 90 Prozent der befragten Online-Nutzer, dass politische Werbung im Netz transparent sein muss. Eine ernste Bedrohung für unsere zunehmend digitalisierte Demokratie. Bisher gelang es nur der AfD, damit Stimmenzuwachs zu erreichen. Die polarisierenden Botschaften verbreiten sich rasant im Netz. Wie genau gehen rechtspopulistische Parteien vor? Was kostet es, hetzerische Online-Werbung flächendeckend zu schalten, und wer bezahlt sie? Gelernt haben die rechten Populisten von US-amerikanischen und britischen Akteuren. Sie haben technisches Know-how und wissen, wie man die digitalen Plattformen für politische Botschaften nutzen kann. Auch im Bundestagswahlkampf 2021 mischen sie mit. Werden nun deutsche Wahlkampagnen genau so aggressiv und demokratiegefährdend wie in den USA? 
Von Peter Kreysler
Produktion: NDR 2021
Redaktion: Christiane Glas

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  • Peter Kreysler