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Die Nacht

Die Morgenandacht Fels in der Brandung?

Die Morgenandacht Fels in der Brandung?

Der Apostel Petrus hat den Beinamen "Der Fels". Ein Fels in der Brandung kann ein ruhender Pol sein, aber auch gefährlich, findet Elisabeth Hunold-Lagies.

Audio vom 29. Juni 2021
Morgenandacht
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Informationen zum Audio

Die Kirche feiert heute, am 29. Juni, das Fest Peter und Paul. Sie gedenkt zweier großer Führungspersönlichkeiten, die sich in ganz unterschiedlicher Weise hervorgetan und hohes Ansehen erworben haben. Petrus hat seinen Beinamen "der Fels" von Jesus selbst erhalten, dazu den Auftrag, die Kirche zu führen. Das Amt des Papstes geht auf diesen Auftrag zurück.

Der "Fels in der Brandung". Wie oft tut es gut, so einen Fels in der Brandung um sich zu wissen. Der ruhende Pol, der inmitten einer aufgeregten Gruppe die Übersicht bewahrt, der Wogen einer Auseinandersetzung glätten kann und standhaft und überzeugend Lösungsmöglichkeiten findet. Es gibt aber auch die andere Seite. Der Fels in der Brandung kann auch zu schweren Unfällen führen, kann Boote zerschellen lassen und Menschen bei einem Sprung ins Wasser das Leben kosten.

Es ist bemerkenswert, dass nach biblischem Zeugnis Petrus, der Fels, ein Mensch mit Fehlern und Schwächen ist. Mehr als von anderen Aposteln werden von ihm Situationen beschrieben, in denen er schwächelt. Der heutige Gedenktag kann uns veranlassen, über Führungsstile nachzudenken: Was erleben wir in Leitungsfunktionen als tatsächliche Stärke? Ist es die Standhaftigkeit eines Felsens? Oder schiebt sich das Merkmal der Unbeweglichkeit und Starrheit in den Vordergrund? Stehen Menschen in Leitungsfunktionen zu der Tatsache, dass sie irren können?

Vieles in der Kirche bietet Anlass, sehr kritisch auf das Verhalten von Funktionsträgern zu schauen. Das ist berechtigt, aber längst nicht der einzige Bereich, in dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Auch in beruflichen Zusammenhängen, in Vereinen, in der Politik bis hin zur Gesprächskultur gibt es diejenigen, die starr und unbeweglich sind und diejenigen, die Fehler zulassen können, Nachdenken und Diskussion fördern und Veränderung nicht als Schwäche empfinden.
Starres Festhalten drückt oft Angst vor Veränderungen aus. Dazu soll am Schluss die zweite Hauptperson des heutigen Tages, Paulus, zu Wort kommen. In einem seiner Briefe schreibt er an Timotheus: "Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit."

Autor/in

  • Elisabeth Hunold-Lagies.