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Die Nacht

Die Morgenandacht Fingerzeigen

Die Morgenandacht Fingerzeigen

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich. Pastor Benjamin Bathels weiß, wie wahr diese Volkweisheit ist und entdeckt immer wieder, wie befreiend es sein kann, den Balken aus dem eigenen Auge zu ziehen.

Audio vom 29. Mai 2021
Morgenandacht
Bild: Radio Bremen

Informationen zum Audio

"Ja, das sind aber die Anderen" – wie schnell wird in dieser bewegten und herausfordernden politischen Zeit der Finger gehoben, um auf andere Menschen zu zeigen. Es scheint besonders einfach zu sein, das Gegenüber für das verantwortlich zu machen, was nicht funktioniert.
Die Anderen – das sind dann die Politikerinnen und Politiker,  die es in den Augen der Kritiker nicht schaffen, das Land vernünftig zu führen – selbst machen wollen sie es natürlich nicht und konstruktive Vorschläge gibt es auch nicht. Es sind die Asylanten und Ausländer, die vermeintlich auf Kosten der Deutschen leben und arbeiten. Oder es sind die blöden Nachbarn, die schuld daran sind, dass der Bürgersteig nicht gefegt ist.

"Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich!" Einfach und doch sehr gehaltvoll ist dieser Ausspruch. Natürlich ist es einfach auf die anderen zu zeigen, dabei wird aber schnell vergessen, dass mindestens drei Finger auf uns selbst zeigen.
Manchmal erwische ich mich auch selbst dabei. Schön ist das nicht. Es ermutigt mich aber, meine Ansichten und Meinungen zu hinterfragen. Und dann auch einen neuen Anlauf zu nehmen, auf Menschen zuzugehen.      

Jesus ist ein Meister der Rede, der in wenigen Worten die Perspektive verändert. In der Bergpredigt in der Bibel sagt er: "Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?" Das ist ein starkes Bild. Ein Splitter, klein und zerbrechlich wird einem riesigen Balken entgegen gesetzt.
Es gibt Menschen, die an jeder Kleinigkeit rumnörgeln. Sie suchen das sprichwörtliche Haar in der Suppe. Sie sehen den kleinen Splitter im Auge des Anderen.

Bei sich selbst sehen sie nicht die Herausforderungen, die doch viel größer zu sein scheinen. Den Balken nehmen sie nicht wahr. Jesus macht Mut: Schaue nicht nur bei den anderen, schaue auch bei dir. Nimm wahr, dass du nicht im luftleeren Raum lebst.
Die Worte Jesu sind zutiefst aus dem Leben gegriffen. Ich bin davon überzeugt: Wenn wir sie ernst nehmen, sind wir auf einem guten Weg. Denn sie sind Worte, die uns auffordern, einander wahrzunehmen und miteinander um die richtigen Wege zu streiten. Sie sagen uns aber auch: Vergiss deinen eigenen Anteil nicht.


Autor/in

  • Benjamin Bathelt