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Die Morgenandacht Anders?! – Na und!

Die Morgenandacht Anders?! – Na und!

Wie Unbekanntes, Angst und Schubladen zusammenhängen, davon kann Pastor Benjamin Bathelt einiges erzählen. Doch was, wenn das Unbekannte wunderbar und so gar nicht für die Schublade gedacht und gemacht ist?

Audio vom 26. Mai 2021
Morgenandacht
Bild: Radio Bremen

Informationen zum Audio

Es gibt sie – die sprichwörtliche Schublade.
Gerne sortieren wir Menschen dort hinein. Dabei sind die Kriterien ganz persönlich und unterschiedlich. Das passiert unbewusst – und es birgt eine Gefahr in sich. Jedes Einsortieren in diese berühmte Schublade ist eine Beurteilung.
Aber wonach beurteile ich einen Menschen? Nach dem Aussehen, nach der Hautfarbe, nach dem, wie er liebt oder nach seiner Religion?

"Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich." Dieses wundervolle plattdeutsche Sprichwort bringt es auf den Punkt.
Das, was wir nicht kennen, kann uns Angst machen oder wir beginnen für uns Kriterien zu entwickeln, nach dem wir das Fremde beurteilen. Das kann schnell zu Klischees und Vorurteilen führen.
Ich kenne das leider auch von mir selbst.
Vielleicht kennen Sie das Märchen vom hässlichen Entlein. Es wird gehänselt, nur weil es nicht dem Ideal der anderen Enten entspricht. Dabei steckt in ihm ein wunderbarer Schwan. Wie oft werden Menschen gehänselt, gemobbt oder in Frage gestellt, nur weil sie anders sind? Anders sein ist etwas Wertvolles, etwas, dass die Perspektive noch einmal dreht.


In der Bibel in Psalm 139 heißt es: "Herr ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke:"
Dieser Psalm erdet mich immer wieder, wenn auch ich beginne, Menschen zu beurteilen. Denn jeder Mensch ist wunderbar und ein Geschenk für diese Welt. Unabhängig davon, wie Menschen leben oder fühlen.
Wir lernen voneinander, und miteinander. Und so kann dieser Psalm auch ein Korrektiv sein, wenn ich wieder versucht bin, Menschen in eine bestimmte Schublabe zu stecken.
Ich wünsche uns viele wundervolle, andersartige, schubladenfreie Miteinandermomente.

Autor/in

  • Benjamin Bathelt