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Die Nacht

Die Morgenandacht Barbara

Johannes Gebbe
Johannes Gebbe

Die Morgenandacht Barbara

Am Gedenktag von Barbara erinnert Pastoralreferent Johannes Gebbe an diese Frau, die wegen ihres Glaubens von ihrem Vater enthauptet wurde.

Bild: Katholischer Gemeindeverband Bremen

Informationen zum Audio

Heute feiern wir den zweiten Advent, und gleichzeitig ist Barbaratag.
An so einem Feiertag besucht meine Familie gerne die Oma in Duisburg. Unser Weg führt stets an einem merkwürdigen Denkmal vorbei: Neben einer Kreuzung steht eine dunkle Wand aus Kohle, davor eine mit Steinkohle gefüllte Lore aus einem Bergwerksstollen, eine Grubenlampe, ein Spaten. Und in einer Nische in dieser Wand steht eine Heiligenfigur mit Kerze und Blumenvase. Bis 1973 gab es dort einen Bergwerksschacht, in dem viele Menschen aus dem Ruhrgebiet arbeiteten. Die Heilige, die dort steht, ist die Heilige Barbara. Ihr Gedenktag ist der 4. Dezember.

Barbara lebte im 4. Jahrhundert nach Christus. Sie war eine kluge und schöne junge Frau. Ihr Vater sperrte sie ihn einem Turm ein, er wollte sie vor der Außenwelt abschirmen. Viele junge Männer hielten um ihre Hand an. Barbara aber bekehrte sich zum christlichen Glauben und ließ sich taufen. Und sie beschloss, nicht zu heiraten, sondern als Eremitin jungfräulich zu leben.

In den Turm ließ sie ein drittes Fenster einbauen, als Zeichen der Dreifaltigkeit. Ihr Vater erfuhr, dass sie Christin geworden war und noch dazu nicht heiraten wollte. Da wurde er rasend vor Wut und trachtete seiner Tochter nach dem Leben. Sie konnte fliehen und versteckte sich in einem Felsen, der sich wunderbarerweise vor ihr öffnete. Doch jemand verriet sie. Und so kam sie doch vor den Richter und wurde gefoltert. Und als sie ihrem Glauben nicht abschwor, hat sie der eigene Vater enthauptet. Es heißt, dass er direkt danach vom Blitz getroffen wurde.

Eine grausame Geschichte aus einer Zeit, als es noch gefährlich war, sich zu Jesus Christus zu bekennen. Barbara wurde Patronin der Bergleute und Architekten. Denn als Märtyrerin war sie nicht nur mutig, sondern der Fels öffnete sich vor ihr und sie ließ in ihren Turm ein drittes Fenster schlagen und ihn gewissermaßen umbauen. Es gibt den schönen Brauch, am Barbaratag Kirsch- oder andere Obstbaumzweige zu schneiden und in die Vase zu stellen, damit sie drei Wochen später, zu Weihnachten, blühen. Diese Zweige trotzen dem Winter und der Dunkelheit und erinnern an die mutige und widerständige Kraft der Barbara.
Solche Zeichen des Lebens und der Hoffnung können wir gerade gut brauchen. Jeder Barbara und Bärbel einen schönen Namenstag!

Autor/Autorin

  • Johannes Gebbe