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Die Nacht

Die Morgenandacht Barbaratag

Johannes Gebbe
Johannes Gebbe

Die Morgenandacht Barbaratag

Morgen ist der Barbara-Tag. Wer dann einen Kirschzweig ins Wasser stellt, hat zu Weihnachten rosa Blüten im Wohnzimmer. Elisabeth Seydlitz erinnert an den Ursprung dieses alten Brauches.

Bild: Katholischer Gemeindeverband Bremen

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Barbara, Babsi, Bärbel – die Zeit, in der der Name Barbara in den Top Ten der beliebtesten Mädchennamen vertreten war, ist lange her. Heute ist er abgeschlagen auf Platz 1450. Zwischen 1940 und 1970 war das anders. In der Generation unserer Mütter und Großmütter war Barbara ein begehrter Vorname. Der Name stammt ursprünglich aus Griechischen. Mit Barbar wurden Personen bezeichnet, die für die  Griechen eine für sie unverständliche Sprache sprachen. Barbara bedeutet deswegen im übertragenen Sinn "die Fremde", "wild" oder "ausländisch.

Morgen, am 4. Dezember, ist Barbara - Tag. Dazu gehört ein schöner Brauch: wer einen Kirschzweig abschneidet und ihn ins Wasser stellt, wird in ein paar Wochen staunen. Am 22. Dezember, am kürzesten Tag des Jahres, soll er blühen. Ein Hoffnungszeichen mitten in der Dunkelheit.

Dieser Brauch erinnert an eine Barbara, die tatsächlich etwas Wildes und Standhaftes an sich hatte. Sie lebte um 300 nach Christus. Der Legende nach war sie die Tochter eines reichen Kaufmanns, der sie einem Mann zur Frau versprochen hatte. Nur: Barbara wollte ihn nicht. Heimlich war sie Christin geworden. Sie hatte sich entschieden, ledig zu bleiben und ein Leben in Armut zu führen. Ihr Vater aber hielt davon gar nichts. Er sperrte seine Tochter in einen Turm, damit sie zur Besinnung käme. Barbara aber ließ sich nicht umstimmen. Sie blieb ihrer Überzeugung treu. Ließ ein Fenster in einen Turm brechen, brachte dort ein Kreuz ihres Glaubens an und lebte wie eine Nonne. Ihr Vater übergab sie den Folterknechten. Auf dem Weg zu ihrem Martyrium verhing sich Barbaras Kleid in einem Kirschzweig. Sie nahm ihn mit in den Kerker. Wochen nach ihrem Tod begann dieser leblose Zweig dort wunderschön zu blühen.

Aus dieser Legende entstand der Brauch, am 4. Dezember Barbarazweige abzuschneiden. Und sich daran zu erinnern: aus dem Dunkel entsteht neues Leben. Wenn ich mir morgen einen Zweig in die Vase stelle, werde ich an Barbara denken. Wie standhaft und positiv wild sie war. Und daran: mitten im Winter kann das Leben anfangen zu blühen.

Autor/Autorin

  • Elisabeth Seydlitz