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Die Nacht

Die Morgenandacht Reisen mit der Familie von Finja Rehbein

Die Morgenandacht Reisen mit der Familie von Finja Rehbein

Pastorin Julia Frohn und Konfirmandin Finja Rehbein haben in dieser Woche gemeinsam Andachten vorbereitet. Heute erzählt Finja von einer unheimlichen Nacht in den Wäldern Kanadas.

Audio vom 18. Oktober 2021
Wolkenhimmel, dahinter Lichtstrahl
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Informationen zum Audio

Es ist das Jahr 2014. Ich bin 7 Jahre alt. Meine Eltern und ich machen Urlaub in Kanada. Ich bin sehr aufgeregt, was mich dort erwartet. Wir haben uns für vier Wochen einen Camper gemietet. Wir fahren lange Zeit durch Wälder, aber Langeweile habe ich nicht. In dem Moment, in dem wir halten und ich die Tür öffne, kommt mir eine Prise von Abenteuer und Spaß entgegen. Ich laufe durch den Wald und hoffe, dass ich einen Bären oder einen schönen Vogel sehe. Nichts. Ich gebe auf und laufe zurück zum Camper. Wir haben an diesem Tag noch etwas ganz Besonderes vor. Einen Ausflug auf dem Wasser. Ich bekomme eine Weste und einen dicken Anzug, damit ich vor dem Wind geschützt bin. Mit dem Boot sausen wir über die Wellen und ich werde ganz nass.

Der Leiter stoppt das Boot und zeigt uns zwei Robben, die sich auf einer Sandbank ausruhen. Er stoppt ein weiteres Mal und zeigt uns diesmal am Himmel einen seltenen Seeadler. Das Boot nimmt wieder Fahrt auf und wird immer schneller. Es kribbelt leicht in meinem Bauch. Er stoppt das dritte Mal und da sehe ich sie: Zwei Delfine. Sie springen in einem hohen Bogen gleichzeitig aus dem Wasser. Elegant tauchen sie wieder ein. Ich bin sprachlos. Wir fahren weiter und kommen schließlich zum Ende. Am Bootssteg sehe ich im flachen Wasser viele wunderschöne Seesterne. Sie glitzern in allen Farben. Ich will sie am liebsten anfassen, doch jetzt ist es an der Zeit nach Hause zu gehen. Ich sammle Stöcke für das Lagerfeuer.

Meine Mutter deckt den Tisch. Ich esse einen gegrillten Maiskolben und ein bisschen Fisch. Nach einiger Zeit bin ich so müde, dass ich mich ins Bett lege. Ich höre wie meine Eltern auch in den Camper kommen. Sie legen sich ebenfalls schlafen. Alles ist still. Es ist die erste Nacht hier gemeinsam in Kanada. Plötzlich habe ich Angst. Ich höre draußen Laute, die ich noch nie gehört habe. Es knackt und knirscht unheimlich im Wald.
Meine Gedanken spielen verrückt. Ich denke an Gott. Ich denke daran, wie er seine schützende Hand um mich legt. Wie er für mich da ist. Ich frage mich, wie es da oben wohl ist. Wie es dort aussieht. Ich denke so viel, dass ich die unheimlichen Laute vergesse und schließlich schlafe ich ruhig ein.


Autorinnen und Autoren

  • Julia Frohn