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Die Nacht

Die Morgenandacht Teresa von Avila

Die Morgenandacht Teresa von Avila

Pastoralreferent Christian Adolf erinnert heute an die Ordensfrau Teresa von Avila und ihren Satz "Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!".

Audio vom 15. Oktober 2021
Wolkenhimmel, dahinter Lichtstrahl
Bild: Pixabay
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Informationen zum Audio

"Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!" Wer das formulieren kann, dem kann eigentlich nichts mehr passieren, oder? Dieser Satz klingt in meinen Ohren selbstbewusst, sogar etwas kämpferisch. Egal, wer oder was mir in meinem Leben begegnet: Mit Gott an meiner Seite kann mir eigentlich nichts passieren. "Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!" Dieser Satz stammt von Teresa von Avila, deren Gedenktag die katholische Kirche heute begeht. Sie wird 1515 in Spanien als drittes von zehn Kindern geboren und gilt als wissbegieriges, temperamentvolles und fröhliches Kind. Mit 20 Jahren entschließt sie sich zum Eintritt in den Karmelitenorden. Ihr Leben ist wesentlich von Krankheiten und Krisengeprägt und von der Suche nach ihrem persönlichen Lebens- und Glaubensweg.

"Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!" Für Teresa ist dieser Gott nicht eine ferne, hohe Macht, sondern sie orientiert sich an Jesus, zu dem sie eine tiefe Freundschaft zu pflegen versucht. Gebet ist für sie nicht zuerst Sprechen, sondern "Verweilen bei einem Freund, der uns liebt." Das mag beim ersten Hören ungewöhnlich klingen, aber die Vertrautheit und die Nähe dieser Vorstellung finde ich sympathisch. Freunde, das sind für mich Menschen, denen ich blind vertraue, mit denen ich über alles sprechen kann und die mir schon an der Nasenspitze ansehen, wenn es mir mal gerade nicht so gut geht.

Dennoch: Gott als einen Freund zu sehen, bei dem ich verweile, das fällt mir nicht immer leicht. Da gibt es zu viele Ereignisse, Dinge und Fragen, die Gott für mich eher als den Fernen und Unergründlichen dastehen lassen. Mit Freunden gehe ich durch dick und dünn. Auf sie ist Verlass in allen Lebenslagen. Warum also nicht auch auf Gott? Ich will versuchen, mich auf diese Nähe Gottes einzulassen und wer weiß: Vielleicht mache auch ich dann die Erfahrung: "Gott und ich – wir zusammen sind immer die Mehrheit!"

Autorinnen und Autoren

  • Christian Adolf