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Die Nacht

Die Morgenandacht Körper

Die Morgenandacht Körper

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" – ein alter Werbespruch inspiriert Pastorin Ines Bauschke, über die Bedeutung von Fleisch im Leben der Menschen früher und heute nachzudenken.

Audio vom 4. Oktober 2021
Wolkenhimmel, dahinter Lichtstrahl
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Informationen zum Audio

"Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" – der Marketing-Slogan aus den 60er Jahren ist bis heute bekannt. Mittlerweile wird Fleisch von Vielen nicht mehr ganz so sehr geschätzt; als zu problematisch hat sich der Umgang mit dem Schlachtvieh gezeigt: Durch Massentierhaltung, Tiertransporte und manch unappetitlichen Skandal ist der Fleischkonsum in Verruf geraten.
Als Folge der Debatte um Tierwohl, fleischlose oder fleischarme Ernährung haben Viele ihr Konsumverhalten verändert - allmählich wirkt sich das auch auf die Tierhaltung aus. Um bemerkenswerte 41 Prozent ist die Zahl der Betriebe mit ökologischer Tierhaltung in den letzten zehn Jahren gestiegen. Im Jahr 2020 war bundesweit jeder zehnte Betrieb ein Ökobetrieb. Zehn Jahre zuvor waren es lediglich sechs Prozent. Das ist immer noch eine kleine Prozentzahl, aber sie weckt Hoffnungen.

Ich bekenne, ich esse gern Fleisch. Jetzt im Herbst freue ich mich über einen langsam gegarten Braten aus dem Backofen. Beim Kauf wähle ich möglichst Biofleisch – wegen des höheren Preises etwas weniger und seltener, dafür aber qualitativ besser. Ich kann mich auch tagelang von Gemüse, Nudeln und Kartoffeln ernähren. Und wenn jemand sich ganz und gar fleischlos ernährt, kann ich das nachvollziehen. Wir sind mit unserem Konsumverhalten Teil einer Entwicklung. Die Ernährungsgewohnheiten haben sich verändert und verändern sich weiter – und das Kaufverhalten vieler Leute wird kritischer.

Vieles hat sich verändert: So etwa stammt der Spruch "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft" aus einer Zeit, in der deutlich weniger Fleisch konsumiert wurde als heute. Auch wenn man die Zeit nicht zurückdrehen kann – im Rückblick zeigt sich: Manches wurde in früheren Zeiten anders gemacht und kann jetzt noch Anregungen für heute geben.
Als es Fleisch nur sonntags gab, da war der Sonntagsbraten etwas Besonderes. Nur dann kam das Brathähnchen oder die Lammkeule auf den Tisch. Ein solcher Tag hatte Festcharakter. Zusammen das geschlachtete Kalb verzehren und miteinander ein Fest feiern – so hat es auch der Vater in der biblischen Erzählung vom verlorenen Sohn gemacht, als sein Sohn reumütig zu ihm zurückgekehrt war. Der Sohn hatte sein Glück in der Fremde versucht, sich sein Erbteil auszahlen lassen und alles verspielt. Schamerfüllt und niedergeschlagen kehrte er zurück: Vater, ich verdiene nicht mehr, dein Sohn zu sein.

Die Freude des Vaters über die Rückkehr seines verlorenen Sohnes war so groß, dass er sein einziges, sorgsam gemästetes Kalb schlachtete und seinem Sohn ein großes Fest bereitete. Ein Tier zu einem würdigen Anlass zu verzehren, würdigt auch das Tier. Solche Anlässe sind selten, ein Fest gibt es nicht alle Tage. Das könnte eine Umgangsweise für den künftigen Fleischverzehr sein: zu seltenen, besonderen Anlässen, zu Festen und herausragenden Ereignissen – wo man miteinander feiert, gemeinsam genießt und sich über Gottes gute Gaben freut.

Autorinnen und Autoren

  • Ines Bauschke