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Sounds in concert mit Arne Schumacher

Die Morgenandacht Das Licht und der Eimer

Die Morgenandacht Das Licht und der Eimer

Wenn ein Mensch aus dem Glauben heraus lebt, dann wird das sichtbar, findet Pastoralreferent Johannes Gebbe. Das kann ganz einfach und alltäglich sein.

Audio vom 20. September 2021
Wolkenhimmel, dahinter Lichtstrahl
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Informationen zum Audio

"Stell‘ dein Licht nicht unter den Scheffel!" Haben Sie diesen Satz auch schon einmal gehört – ist er ihnen vielleicht sogar schon mal als Ratschlag gesagt worden? Heute taucht er im katholischen Gottesdienst auf. Wir hören diesen Satz immer dann, wenn es darum geht, sich gut zu präsentieren. Zeige, was du kannst! Mach dich nicht kleiner als du bist! So könnte man das auch übersetzen. Aber ist das eigentlich eine christliche Grundhaltung? Sind wir denn da nicht schon bei Prahlerei und Stolz? Sollten wir denn nicht eher demütig und bescheiden sein?

Ein Scheffel ist so eine Art Eimer. Niemand zündet eine Kerze oder eine Lampe an und stülpt anschließend einen Eimer drüber. Die Kerze wird ausgehen, das Licht wird man nicht sehen. Dann braucht man die Lampe auch gar nicht erst zu entzünden. Wer ein Licht entzündet, will es leuchten lassen, weit in die Welt hinein; will einen Raum erleuchten und die Dunkelheit vertreiben; will, dass das Licht gesehen wird, vielleicht sogar wie ein Leuchtturm für andere leuchtet und ihnen den Weg weist. Alles andere wäre absurd.

Keiner würde ein Licht anzünden und anschließend einen Eimer drüber stülpen. So einfach verhält es sich für Jesus auch mit dem Glauben. Wenn ein Mensch glaubt und aus diesem Glauben heraus lebt, dann wird das sichtbar, dann werden andere es sehen und merken. Das ist einfach so. Das ist die Natur des Glaubens: Er versteckt sich nicht im stillen Kämmerlein oder unter einem Eimer, sondern zeigt sich, weil er dann unser ganzes Leben durchdringt –auch das alltägliche. Wir können unseren Glauben so leben, dass die Welt von diesem Glauben erfährt und ihn sehen und erleben kann. Das kann ganz einfach und alltäglich sein.

Und weil es so alltäglich und einfach ist, geht es auch nicht darum, etwas Besonderes zu leisten und sich im Glauben besonders – auch mit Hilfe der Ellenbogen – hervorzutun. Dieses Verhalten wird von Jesus an anderer Stelle ausdrücklich missbilligt. Es geht nicht darum, andere abzuwerten und schlecht zu machen, um dann selbst strahlender da zu stehen. Das wäre Heuchelei. Wir sollen unser Licht leuchten lassen, damit die Welt heller und wärmer wird.
Den Glauben zu leben soll auch nichts Aufgesetztes sein, sondern etwas Selbstverständliches: wie es in einem Kirchenlied heißt: "Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt, da wird die Welt vom Licht erhellt, da bleibt nichts, was uns trennt."

Autor/in

  • Johannes Gebbe