• Davor lief:

  • Um> 18:57 Uhr lief: JR JR Same Dark Places
  • Um> 17:57 Uhr lief: Mark & Emmylou Harris Knopfler This Is Us
  • Um> 17:52 Uhr lief: Fearing & White Heaven For A Lonely Man
  • Um> 17:49 Uhr lief: Crowded House To The Island
  • Um> 17:45 Uhr lief: Jordan Mackampa Parachutes
  • Um> 17:37 Uhr lief: Emily Barker When Stars Cannot Be Found
  • Um> 17:34 Uhr lief: The Beautiful South Perfect 10
  • Um> 17:30 Uhr lief: Karen Brunon Une Aventure
  • Um> 17:21 Uhr lief: Seven Yes
  • Um> 17:18 Uhr lief: Stoppok Geld Oder Leben

Sounds in concert mit Arne Schumacher

Die Morgenandacht Wer ist der Größte?

Die Morgenandacht Wer ist der Größte?

Vor Gott sind wir schon groß – dessen dürfen wir sicher sein, ist Pastoralreferent Johannes Gebbe überzeugt. Er meint: Es ist nicht wichtig für Gott, dass wir etwas Besonderes leisten.

Audio vom 19. September 2021
Wolkenhimmel, dahinter Lichtstrahl
Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

Informationen zum Audio

Ertappt! Wieder ist es passiert. Da hat Jesus seinen Jüngern Wichtiges über die bevorstehende Zukunft erzählt, und die Jünger haben offensichtlich gar nicht zugehört. Stattdessen haben sie darüber gestritten, wer von ihnen der Größte ist. Davon hören wir heute im katholischen Gottesdienst. Sich zu vergleichen und herauszufinden, wer am Besten, am Schnellsten oder am Klügsten ist, das ist in unserer Gesellschaft sehr wichtig. Vor ein paar Wochen sind die Olympischen und Paralympischen Spiele zu Ende gegangen. Da ging es darum, herausfinden, wer der oder die Beste ist – in einem fairen Wettstreit hoffentlich. Und wenn ich mich so umschaue, dann ist das eigentlich überall so: in der Schule, auf der Arbeit, im Fernsehen …

Der oder die Beste und Klügste bekommt die meisten Punkte, die beste Zensur, das meiste Geld und die größte Anerkennung. "The winner takes it all" hat ABBA schon vor 40 Jahren gesungen. Mir fällt auf, dass Jesus seine Jünger, als er sie ertappt, dafür nicht tadelt oder ausschimpft. Er scheint das zu kennen. Vielleicht ist es ja auch einfach sehr menschlich. Ich erinnere mich, dass ich in meiner Schulzeit das Ziel hatte, ein besseres Abitur zu machen als mein älterer Bruder. Nicht, dass ich meinen Bruder nicht mag. Wir verstehen uns super. Aber diese Konkurrenz hat mich angespornt und mich veranlasst, gezielter und eifriger zu lernen, als ich es sonst getan hätte. Das war also ganz gut.

Wer ist der oder die Größte? In der Bibel ist immer wieder von der Größe des Menschen die Rede. Gott hat uns als sein Abbild erschaffen, ihm ähnlich. Tatsächlich heißt es in einem Psalm: „Du hast den Menschen nur wenig geringer gemacht als Gott…“ Also, in den Augen Gottes wir sind schon groß. Darauf weist Jesus seine Jünger hin. Wir sind groß, weil wir Geschöpfe Gottes sind, weil wir von ihm wunderbar geschaffen sind. Und wir sind groß, weil Gott uns seine Schöpfung in die Hand gegeben hat. Wir sind groß, weil Gott uns liebt – und zwar unabhängig davon, ob wir der oder die Beste, Schnellste, Klügste, Reichste oder Sonstiges sind. Das Bewusstsein für diese Größe haben wir verloren und wir müssen sie erst wieder entdecken. Darum geht es Jesus: Wie kommt man zu der Größe, für die Gott uns geschaffen hat? Jesu Rat: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.“ Damit stellt Jesus die Welt auf den Kopf: Willst Du der oder die Erste sein, dann geh auf den letzten Platz! Willst du der oder die Größte sein, dann sei klein wie ein Kind!

Es ist nicht wichtig für Gott, dass wir etwas Besonderes und Großes leisten. Manchmal geschieht in den kleinen Dingen etwas viel Größeres, als wir uns vorstellen können. Denn groß werden wir in dem Maße, in dem wir andere Menschen groß werden lassen, sie aufbauen und ihnen zum Leben verhelfen. Sie dabei unterstützen, zu ihrer wahren, von Gott geschenkten Größe zu gelangen. Das kann uns im Alltag etwas entlasten und wir können gelassener sein: Vor Gott sind wir schon groß – dessen dürfen wir uns sicher sein.

Autor/in

  • Johannes Gebbe